Sassongher Sassongher
Diese Wanderung führt auf den Hausberg von Corvara, der hoch über dem Ort thront. Der Sassongher kann von Osten wie von Westen über die Sassongherscharte bezwungen werden. Die wenigsten Höhenmeter fallen an bei der Erwanderung des Berges von Westen von Kolfuschg aus. Weitere Höhenmeter können noch gespart werden, wenn man die Seilbahn auf den Col Pradat dazunimmt.
Der Pfad führt etwa höhengleich zu einer Kapelle, von der der Pfad kontinuierlich bis zur Sassongherscharte ansteigt. Zwischen der Scharte und dem Gipfel geht es weiter ständig hinauf, wobei einige kurze Passagen mit Drahtseil gesichert sind. Klettersteigausrüstung ist hier nicht erforderlich. Dennoch sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, da Absturzgefahr besteht.
Auf dem Gipfel wird man für die Strapazen des Aufstiegs mit einem herrlichen Panorama aller Himmelsrichtungen belohnt. Nach Süden zum Campolongopass, nach Westen zum Grödner Joch, nach Osten zur Kreuzkofelgruppe und nach Norden ins Puezmassiv. Das Sellamassiv ist dabei allgegenwärtig, sowie das ganze obere Gadertal.
Kolfuschg, Talstation 460 466 473 Kolfuschg, Col-Pradat-Straße Col Pradat Col-Pradat-Hütte • Edelweißhütte Sassongher 2665 m Sassongherscharte 2411 m Anspruchsvoll • Hin und zurück • Viel Aufstieg • Kapelle • Drahtseilpassage • Modernes Gipfelkreuz • RundumpanoramaWerte aus GPX-Datei topografisch interpretiert, errechnet und daher real.
Col Pradat 2038 m
Sofern man die Wanderung nicht im Zentrum von Kolfuschg beginnt, ist die Anfahrt mit dem eigenen Auto erforderlich. Es kann dann an der Talstation der Seilbahn von Col Pradat kostenpflichtig geparkt werden. Die Wanderung kann entweder hier mit Anstieg über die Edelweißhütte begonnen werden, oder man spart rund dreihundert Höhenmeter, indem man mit der Seilbahn auf den Col Pradat fährt.
Ich wählte letztere Variante und wanderte von der Bergstation auf etwa gleicher Höhe zur Kapelle von Sankt Franziskus, die zu einer kleinen Pause einlädt. In diesem Bereich schließt der Aufstiegspfad von der Edelweißhütte an. Über diesen Pfad würde ich später auf dem Rückweg den weiteren Abstieg vom Sassongher vornehmen.
Forcella Sassongher Scharte 2411 m
Von der Kapelle steigt der Pfad nunmehr stetig an, mit schönen Aussichten auf Col Pradat und aufs Sellamassiv. Unproblematisch erreichte ich die Sassongherscharte. Bereits von dieser Passhöhe gibt es schöne Aussichten nach Norden über die Ciampeischarte hinweg ins Puezmassiv und nach Westen zum Grödner Joch und auf den Sella.
Von der Scharte bietet sich erstmals einen Blick nach Osten ins Val de Juel mit dessen imposanten, aneinandergereihten Felsformationen. Die hinterste Formation in dieser Reihe und aus dieser Perspektive ist der Para dai Giai, der ein Gipfelkreuz besitzt. Zwei Wanderwege führen von der Scharte hinab nach Stern bzw. zur Gardenacia-Hütte. Nach der obligatorischen Rast auf der Passhöhe setzte ich meine Wanderung zum Gipfel des Sassongher fort.
Sassongher 2665 m
Von der Sassongherscharte bis zum gleichnamigen Gipfel sind noch weitere 250 Höhenmeter zu überwinden. Zunächst geht es steil hinauf, dann kommen ein paar wenige Passagen, die mit Drahtseil gesichert sind. Hier geht es nicht um die Absicherung einer Abbruchkante, sondern tatsächlich um Abschnitte, die nur mit Drahtseil und einer kleinen Kletterei zu überwinden sind. Dennoch ist eine Klettersteigausrüstung hier nicht notwendig, da es sich nur um ein paar wenige, kurze Passagen handelt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber schon erforderlich, da ein Fehltritt mit Absturz an diesen Stellen lebensgefährlich sein kann.
Nach den gesicherten Abschnitten wird es wieder einfacher und zum Gipfel hin wird das Terrain flacher. Bald erreichte ich dann den Gipfel, den ein großes, modernes Gipfelkreuz ziert. Die Panoramen aller Himmelsrichtungen sind beeindruckend. Zusätzlich zu den zuvor beschriebenen Aussichten ist nun auch die Sicht nach Süden frei. Dabei schaute ich auf Corvara, das tief unten im Gadertal liegt, in Richtung Campolongopass und darüber hinaus zur Marmolata. Nach der ausführlichen Rast am Gipfel wanderte ich über dieselbe Strecke wieder zurück und besuchte diesmal die Edelweißhütte am unteren Ende der Wanderung.





